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Rundum gepflegte Füße

„Zeigt her eure Füße“ heißt es in einem Kinderlied. Aber wie kommt man zu schönen und vor allem gepflegten Füßen? Das erklärt Dermo-Kosmetik-Spezialistin Azra Bisanovic. (Pharmaceutical Tribune 6-7/19)

Professionelle Pediküre einmal pro Monat ist ideal.

Unsere Füße tragen uns durchs Leben – keine einfache Aufgabe. Mehrere tausend Schritte machen wir täglich. Dabei werden die Füße ziemlich beansprucht: Unbequeme, enge Schuhe und ein Manko an Pflege können Probleme wie Druckschmerz, Schwielen, Mykosen und am häufigsten eingewachsene Zehennägel oder Hühneraugen zur Folge haben.

Professionelle Pflege

Ideal ist daher die professionelle Pediküre etwa alle vier Wochen. Diese ist für KundInnen aller Altersstufen zu empfehlen, sei es vorbeugend oder bei auftretenden Schmerzen. Am Anfang einer professionellen Fußpflege steht immer ein Fußbad, um die Hornhaut zu erweichen. Dann entfernt die Fußpflegerin die Hornhaut sowie Schwielen, Hühneraugen etc. Anschließend werden die Nägel gekürzt und von Nagelhaut befreit und zu guter Letzt die Füße desinfiziert und eingecremt.

Rituale für zu Hause

Ein Fußbad ist auch als erster Schritt des Pflegerituals zu Hause zu empfehlen. Ideal ist, ein Badesalz zuzugeben. Die Nägel nicht zu kurz schneiden und seitlich scharfe Kanten vermeiden, da diese einwachsen könnten. Ein Nagelöl mit Pflegeölen wie z.B. Jojobaöl hält die Nagelhaut weich und verhindert Schmerzen durch Verhärtung. Auch beim privaten Wellnessprogramm heißt es: Die Füße abschließend gut eincremen, um Trockenheit und Hornhaut vorzubeugen. Kunden, die verhornte Haut ganz unkompliziert und schonend selbst entfernen möchten, greifen zu Produkten mit Urea, sprich Harnstoff. In einer Konzentration von 12 bis 18 Prozent wirkt er in Cremen Hornhaut lösend. Mit zwei bis vier Prozent sind Urea-Salben perfekte Feuchtigkeitsspender. Und Ihre Kunden werden ihre Füße bestimmt nicht verstecken müssen …

Redaktion: Dr. Marion Breiter-O’Donovan

Tipps & Infos

  • Gute Schuhe mit richtiger Passform und aus atmungsaktivem Material können Fußproblemen vorbeugen. Die Zehen sollten im Schuh nebeneinander Platz finden und Bewegungsfreiheit haben.
  • Eine sogenannte Nagelspange schafft bei eingewachsenen Nägeln Erleichterung: Die Fußpflegerin klebt sie auf den Nagel. Im Lauf der Zeit hebt sie die Seitenkanten der Nägel an, sodass diese wieder richtig wachsen.
  • Bei der professionellen Fußpflege auf Hygiene achten: Die Fußpflegerin sollte immer eine frische Skalpellklinge und Handschuhe verwenden.
  • Barfuß zu gehen ist ein Wohlfühl-Programm für geplagte Füße. Aber: Nicht für Diabetiker, die besonders zu trockener, rissiger Haut neigen. Sie sollten besonders auf intensive Pflege achten.
  • Mit einem Fußpeeling befreit man die Haut regelmäßig von lästigen Schüppchen. Ein Peeling kann man fertig kaufen oder selbst aus einem Esslöffel Meersalz und zwei Esslöffeln Olivenöl mischen.
  • Beim Abtrocknen nicht auf die Füße und besonders die Zehenzwischenräume vergessen, sonst kann Fußpilz entstehen.
  • Bei Problemen wie Hallux oder bei Warzen und Mykosen den Facharzt aufsuchen.
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