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Neuer Leptospiren-Stamm entdeckt

Mittels PCR wurde der neue Genotyp entdeckt.

Bei einem Patienten mit ungewöhnlichen neurologischen Symptomen identifizierten Wiener Wissenschaftler einen bisher unbekannten Bakterienstamm. (Pharmaceutical Tribune 10/19)

Da staunten die Experten nicht schlecht: Ein zuvor gesunder Patient litt unter Muskelschwäche und starker Ermüdbarkeit, die ihn sogar kurzzeitig rollstuhlpflichtig machten. Zunächst tippten die Ärzte an der Univ.-Klinik für Neurologie, MedUni Wien/AKH, auf Myasthenia gravis, eine Autoimmunerkrankung. Jedoch passten die erhöhten Entzündungsund Leberwerte sowie das Fieber nicht dazu. Dr. Matthias Tomschik, behandelnder Neurologe und Erstautor der jüngst dazu publizierten Studie*, zog daher Dr. Inga Koneczny, Klinisches Institut für Neurologie, und Dr. Mateusz Markowicz, Institut für Hygiene und Angewandte Immunologie, hinzu. Tatsächlich entdeckten die Experten mittels PCR-Test einen bisher unbekannten Genotyp des Bakteriums Leptospira interrogans: der nunmehr 148. Stamm. „Niemand würde bei einer Myasthenie an Leptospiren denken“, sagt Markowicz, da neurologische Symptome bei einer Leptospirose eine absolute Seltenheit seien. Der neu identifizierte Stamm weicht damit von den klassischen Symptomen einer Leptospirose ab.

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