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Novartis-Standorte in Tirol

Novartis öffnet Campus für andere Firmen

BILD zu OTS - Novartis-Standort Kundl

Novartis Austria verfügt in Tirol über 75 Jahre Erfahrung im Biotechnologie-Bereich und öffnet nun seinen Campus Kundl/Schaftenau für Firmen aus dem Life-Sciences-Bereich: Mit BASF siedelt sich ein wichtiger Player der Biotechnologie- und Enzymbranche als erstes externes Unternehmen an und wird in die Produktion von bakteriell hergestellten Enzymen investieren. Die Produktion soll 2024 starten.

In Kundl/Schaftenau entsteht ein attraktiver Forschungs- und Produktionsstandort, der von exzellenten, wettbewerbsfähigen Produktionsbedingungen „im Herzen Europas“ und der unmittelbaren Nähe zur Schweiz, Italien und Deutschland profitiere. Das gab das Novartis Austria in einer Aussendung am 03. Mai bekannt. Das Schweizer Unternehmen Novartis, das weltweit rund 110.000 Menschen aus über 140 Nationen beschäftigt, verfügt in Tirol über 75 Jahre Erfahrung im Bereich der Biotechnologie – von Antibiotika bis hin zu modernen Biologika sowie Zell- und Gen-Therapie – und erreicht mit seinen Arzneimitteln fünf Millionen heimische Patientinnen und Patienten.

Novartis bekräftigt, auch weiterhin in den Standort zu investieren und seinen Campus durch die Ansiedelung von Firmen aus dem Bereich Life Sciences weiterzuentwickeln. Denn für die dort angesiedelten Firmen biete der Life-Science-Park umfassende und qualitativ hochwertige Dienstleistungen in den Bereichen Facility Management, Energieversorgung, Engineering, Wartung, Logistik und umweltfreundliche Abwasserbehandlung sowie die Möglichkeit, sich voll und ganz auf ihr Kerngeschäft zu konzentrieren.

BASF: „Footprint“ im Bereich Biotechnologie ausbauen

Der deutsche Chemiekonzern BASF – ein wichtiger Player der Enzym- und Biotechnologiebranche – ist nun das erste externe Unternehmen, das Teil des Life-Science-Parks wird. BASF werde in eine World-Scale-Anlage zur Produktion von bakteriellen Enzymen investieren und damit die Herstellung von Enzymen und Biotech-Produkten am Standort weiter ausbauen. 

Die Kooperationsvereinbarung mit Novartis sei „ein klares Bekenntnis für unser Engagement“ in der Enzym- und Biotechnologiebranche, erklärt Michael De Marco, Vice President Global Business Management Enzymes BASF: „Wir werden unsere Position im Markt für Enzyme weiter stärken, denn der Standort Kundl verfügt über 75 Jahre Biotechnologie-Erfahrung und eine entsprechende Infrastruktur mit großem Know-how. Durch unsere Investition und eine starke Einbindung in den Life-Science-Park werden wir unseren Footprint im Bereich der Biotechnologie weiter ausbauen.“

Tirol einer der wichtigsten Standorte weltweit

„Tirol ist für unser Produktionsnetzwerk einer der wichtigsten Standorte weltweit“, sagt Steffen Lang, Leiter von Novartis Technical Operations und Mitglied der Novartis Konzernleitung, „unsere Investitionen am Campus Kundl/Schaftenau bekräftigen unser Engagement in der Region.“ Erst kürzlich habe man beispielsweise den Ausbau von Kundl zu einem Kompetenzzentrum für die Nukleinsäure-Produktion und den Einstieg in die COVID-19-Impfstoffproduktion bekannt gegeben. Mit der Weiterentwicklung zum Life-Science-Park setze Novartis „ein weiteres positives Signal für den Wirtschaftsstandort“. 

Dieser soll durch die Ansiedelung zusätzlicher Betriebe weiter gestärkt werden, wie Mario Riesner, Geschäftsführer Novartis Kundl/Schaftenau, betont: „Mit der Öffnung des Areals ermöglicht Novartis die Ansiedlung von Unternehmen, die voneinander profitieren können. Damit entsteht ein äußerst vielfältiger Industriestandort, der großes Potenzial für Kreativität und Innovation hat und noch mehr Wertschöpfung nach Tirol bringt.“

Start der Produktion in knapp drei Jahren

Der Start der World-Scale-Anlage zur Produktion von bakteriell hergestellten Enzymen sei für 2024 geplant. „Gemeinsam mit BASF planen wir unseren Standort nachhaltig zu stärken und damit auch zusätzliche Arbeitsplätze zu schaffen“, betont Riesner abschließend. 

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