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„Der Individualschutz sollte im Vordergrund stehen“

Kinder spielen mit einem bunten Fallschirm

Vergangene Woche nahm das Nationale Impfgremium (NIG) mit ihrer klaren Empfehlung für die Kinderimpfung gegen COVID-19 eine international beachtete Vorreiterrolle ein – andere Staaten sind hier noch zurückhaltender. Die Österreichische Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde (ÖGKJ) unterstützte in einer Stellungnahme1 am 31. Mai 2021, unterzeichnet von zehn Ärzten, die NIG-Empfehlung vom 28. Mai 2021 zur Umsetzung eines Impfprogramms für Kinder und Jugendliche von 12 bis 15 Jahren. Das „wesentlichste Argument“ dafür sei der Individualschutz, sodass die Geimpften weitestgehend vor einer Infektion und insbesondere vor schweren Krankheitsverläufen geschützt sind. Zudem gebe es erste Daten zur Häufigkeit von Long Covid bei Kindern in Österreich, erläutert Priv.-Doz. Dr. Volker Strenger, Leiter der AG Infektiologie in der ÖGKJ, der bei der NIG-Konferenz dabei war, im Interview.

medonline: In der Stellungnahme gibt die ÖGKJ an, dass in Österreich im Kindes- und Jugendalter bei etwa einer von 1.000 Infektionen mit einem schweren Verlauf gerechnet werden muss. 500 Patienten (0–19) mussten stationär aufgenommen werden, drei Todesfälle wurden registriert. Die Gesundheit Österreich GmbH (GÖG), zu deren Zahlen Sie Zugang haben, berichtete auf Anfrage im Rahmen einer Recherche-Kooperation hingegen von mehr als 700 Patienten (Entlassungen) bis Ende März 2021. Auf welche Indikation bzw. Zeitraum beziehen sich Ihre Zahlen?

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