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Ausbildung in der Krise

Während für die meisten von uns endlich ein „Sommer wie damals“ beginnt, also ein Sommer ohne Ausgangs- und Reisebeschränkungen, FFP2-Masken und geschlossenen Freizeiteinrichtungen, so bedeutet dieser Sommer für viele Aspiranten das Ende einer Ausbildung in der Krise. Denn alle Aspiranten die dieses Jahr noch ihre Prüfung ablegen werden, haben ihr Aspirantenjahr mitten in der Coronakrise begonnen.

Mag. Karoline Sindelar, MSc
Landesvorsitzende FORUM!wien

Das Aspirantenjahr ist an sich schon, unter „normalen“ Umständen, eine Herausforderung, steht man doch das erste Mal als Magister der Pharmazie an der Tara und vor den Kunden. Alles ist neu, die Erwartungshaltung der Kunden hoch und der Präparatedschungel fast unüberblickbar. Gottseidank, gibt es einen gut strukturierten Aspirantenkurs, der die wichtigsten Themengebiete aufgreift und eine solide Basis für die Arbeit in der Apotheke bietet. Dieser wurde während der Krise professionell in eine Onlineversion umgewandelt, um den Aspiranten weiterhin die wichtigsten Hard Skills vermitteln zu können.

Allerdings geht es im Aspirantenjahr nicht einzig und allein um das Rezeptpflichtgesetz, Abgabevorschriften und Taxierung, sondern auch um den gegenseitigen Austausch und die Vernetzung von Jungpharmazeuten. Kundenkommunikation mit FFP2-Masken hinter Glasscheiben stellt schon für den erfahrensten Pharmazeuten eine Herausforderung dar, umso schwieriger ist es da natürlich für Aspiranten mit wesentlich weniger Berufserfahrung. Kein Aspirant hätte sich vor zwei Jahren vorstellen können, neben der Arbeit an der Tara und in der Rezeptur zum Beispiel noch Antigentests durchzuführen oder Wohnzimmertests auszueinzeln.

Etwas Gutes hatte die Coronakrise auch für Aspiranten: das Online-Fortbildungsangebot in Form von Webinaren, Podcasts und Apps ist so groß und vielfältig wie nie zuvor!

In diesem Sinne wünscht das FORUM!pharmazie allen Aspiranten viel Glück und Erfolg für die Prüfung!

Wir sind stolz auf euch!

Bei diesem Beitrag handelt es sich um einen Gastkommentar, für den der jeweilige Autor verantwortlich ist; die Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und Herausgeber wieder.

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