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Divide et impera?

Teile und herrsche – die alte lateinische Devise scheinen sich manche zum Vorbild genommen zu haben, um Unruhe in der Apothekerschaft zu stiften. In Zeiten des Wahlkampfs werden verdiente Funktionäre gezielt mit Nebenthemen persönlich angepatzt. Wenn es sachlich einfach nichts zu kritisieren gibt, werden Skandälchen inszeniert. Und das nicht nur von den sogenannten „Partnern“ im Gesundheitssystem, sondern leider auch von Berufskolleginnen und -kollegen. Trauriger Höhepunkt dieser destruktiven Strategien war zuletzt der inszenierte Skandal um die komplementärmedizinischen Angebote der erfolgreichen Apothekerkammerpräsidentin in ihrer Apotheke.

Mag. Jürgen Rehak, Präsident des österreichischen Apothekerverbandes

Diese in der Öffentlichkeit weitgehend unbeachtet gebliebene Sommerloch-Geschichte eines in unserer Branche berüchtigten Schreibers hat nicht nur zu nahezu hysterischen Reaktionen der Ärztekammer geführt. Diese „Story“ wurde bei uns intern von ein paar wenigen Funktionären gerne übernommen und weiter aufgebauscht. Da werden KollegInnen animiert, inhaltslose Resolutionen zu unterschreiben, Resolutionen, deren Empfänger genauso unklar ist wie das angestrebte Ziel. Aber Gott sei Dank hat die große Mehrheit in der Kollegenschaft begriffen, dass das nur Wahlkampftheater ist, und hat die Akteure im Regen stehen gelassen.

Wir haben in den vergangenen fast 1,5 Jahren hart gearbeitet und sehr viel erreicht. Lassen wir uns die damit erreichten Erfolge doch bitte nicht von einer möglicherweise gezielt inszenierten Empörungsspirale kaputt machen, sondern lasst uns zusammenstehen und weiter unser Bestes geben.

Bei diesem Beitrag handelt es sich um einen Gastkommentar, für den der jeweilige Autor verantwortlich ist; die Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und Herausgeber wieder.

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