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Konstruktivität statt Dirty Campaining

Langsam ist spürbar, dass ab kommender Woche die Führung des Apothekerverbands neu gewählt wird. Es kursieren Briefe, Folder und Websites von wahlwerbenden Funktionären und Funktionärs-Gruppierungen, die um die Stimmen der Apothekerinnen und Apotheker in den jeweiligen Bundesländern werben. Wahlkampf eben, das ist normal, gut und richtig in einer Demokratie.

Befremdlich wird es allerdings, wenn man da und dort in diesen Aussendungen Schauergeschichten über die Arbeit des bestehenden Präsidiums, dem ich in den vergangenen rund 5 Jahren angehören durfte, liest. Das ist nicht nur eine persönliche Enttäuschung, wenn Weggefährten und Funktionärskollegen – die noch dazu in die betroffenen Entscheidungen stets involviert waren – bewusst Un- oder Halbwahrheiten verbreiten. Um eine Unzufriedenheit zu erzeugen, die es so nicht gibt in der österreichischen Apothekerschaft.

Mag. pharm. Thomas Veitschegger
1. Vizepräsident des Österreichischen Apothekerverbands

Beispiel gefällig? Immer wieder wird behauptet (zuletzt sogar in einem Brief an Mitglieder), die aktuelle Führung des Apothekerverbands hätte Existenzen von Apotheken gefährdet, weil im Vorstand über eine Neu-Regelung der Bedarfsprüfung diskutiert und abgestimmt wurde. Die Wahrheit ist: Die hauptamtlichen Mitarbeiter von Apothekerkammer und Apothekerverband haben unter der Vorgabe, die bestehenden Apotheken besser abzusichern, eine neue Formel errechnet, die diskutiert wurde und im Vorstand mehrheitlich keine Zustimmung bekommen hat. Das Modell der Bedarfsprüfung blieb daher unverändert. Ein demokratischer Prozess, nicht mehr und nicht weniger. Dass so eine Entscheidung nun Jahre später gegenüber den Mitgliedern verdreht dargestellt für Wahlkampfrhetorik missbraucht wird, ist ernüchternd und befremdlich.

Meine Präsidiumskollegen und ich lassen uns davon aber nicht in der konstruktiven, an den Interessen unseres Standes orientierten Arbeit beirren. Wir rufen die Mitglieder dieser wichtigen Institution zur Vertretung der Interessen der selbständigen Apothekerinnen und Apotheker auf, sich ihre Meinung selbst zu bilden und bei der Wahl ihre Stimme jenen Kolleginnen und Kollegen zu geben, denen sie diesen herausfordernden Job zutrauen.

Bei diesem Beitrag handelt es sich um einen Gastkommentar, für den der jeweilige Autor verantwortlich ist; die Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und Herausgeber wieder.

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