Home / Politik / The Next Generation – Arbeiten in multiprofessionellen Teams wird zur Notwendigkeit
Mag. Monika Aichberger

The Next Generation – Arbeiten in multiprofessionellen Teams wird zur Notwendigkeit

Die Herausforderungen im Pflegebereich gehören wohl zu den schwierigsten auf dem Sektor der Gesundheitsversorgung. Das hat einerseits natürlich mit der Altersstruktur der Bevölkerung zu tun, die dazu führt, dass immer mehr Menschen pflegebedürftig sind, andererseits besteht ein eklatanter Fachkräftemangel. Das führt so weit, dass in manchen Senioren(wohn)heimen ganze Stationen/Etagen geschlossen bleiben müssen, da schlichtweg die Fachkräfte fehlen, die nötig sind, um diese Menschen gut versorgen zu können.

Da ist es gar nicht verwunderlich, wenn sich immer mehr Entscheidungsträger darüber Gedanken machen, wie die wertvollen und kostbaren Ressourcen von ausgebildeten Pflegefachkräften möglichst effizient und richtig eingesetzt werden können.

Mag. Monika Aichberger

Mag. Monika Aichberger, Präsidentin FORUM!pharmazie

Neben der eigentlichen Pflege stellt die Therapie mit Arzneimitteln eine der Säulen der Versorgung unserer betagten Mitbürger*innen dar. Da allerdings das Problem der Polypharmazie schon bei der gleichzeitigen Einnahme von fünf und mehr Arzneimitteln schlagend wird, braucht es häufig fachliche Expertise, um arzneimittelbezogene Probleme weitestgehend ausschließen zu können. Und an dieser Stelle kommen wir österreichischen Apotheker*innen ins Spiel – wir sind geradezu prädestiniert, den Pflegefachkräften auf diesem Gebiet unterstützend zur Seite zu stehen. Korrekte Arzneimitteleinnahme und -anwendung sind nicht banal und erfordern spezielles Fachwissen. Und es gibt mehr als 2.000 in einer ersten Stufe ausgebildete Medikationsmanager*innen, die dieses Wissen haben. Wenn es uns dann auch noch ermöglicht wird, mehr Einblick in die elektronischen Gesundheitsakte zu haben und diesen Informationsspeicher gemeinsam mit anderen ELGA-Teilnehmern zu nutzen, wäre ein großer Qualitätssprung geschafft.

Medikationsmanagement bei Polypharmazie sollte kein seltenes Privileg sein, sondern eine honorierte, qualitätsgesicherte Dienstleistung von uns Apotheker*innen.

Und all das, um den Patienten im Mittelpunkt bestmöglich zu versorgen.

Bei diesem Beitrag handelt es sich um einen Gastkommentar, für den der jeweilige Autor verantwortlich ist; die Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und Herausgeber wieder.

LOGIN