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EASD Virtual Meeting 2021

Diabetes & COVID-19: Eine risikoreiche Kombination

Coronavirus stellt das größte Risiko für Diabetes dar

Bei Patienten mit COVID-19 und Diabetes mellitus ist das Risiko für einen schweren Verlauf und Mortalität erhöht. Bestimmte Faktoren und Komorbiditäten erhöhen dieses Risiko zusätzlich. Im Rahmen des EASD-Kongresses 2021 wurden aber auch die Auswirkungen der Pandemie auf die Betreuung von Diabetes-Patienten diskutiert und die Frage, durch welche Strategien Versorgungslücken geschlossen werden könnten.

„Weltweit leben mehr als 464 Millionen Menschen mit Diabetes mellitus (DM) – wie beeinflusst also die COVID-19-Pandemie DM-Patienten?“ Diese Frage stellt Dr. Sabrina Schlesinger, Deutsches Diabetes-Zentrum, Düsseldorf, in den virtuellen Raum. Laut einer rezenten britischen Untersuchung1 sind im Jahr 2020 um 51 Prozent mehr Patienten mit DM Typ 1 (DM 1) verstorben als im Vergleichszeitraum 2017–2019. Bei Patienten mit DM Typ 2 (DM 2) hat die Mortalität sogar um 61 Prozent zugenommen. Bei DM 1 konnten 69 Prozent dieser Todesfälle eindeutig als Folge von COVID-19 identifiziert werden, bei DM 2 waren es 66 Prozent, so Schlesinger. In zumindest 14 Prozent aller COVID-19-Fälle sind Patienten mit DM betroffen – in westlichen Ländern sogar 23 Prozent.2

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