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Lassen wir uns nicht hinunterziehen!

Jetzt wurden also „die Zügel gestrafft“, wie es unser Bundeskanzler unlängst formuliert hat – am Arbeitsplatz gilt 3G und für Freizeitaktivitäten wie den Restaurantbesuch oder das neue Hairstyling muss man geimpft oder genesen sein. Angesichts von täglich tausenden Neuinfektionen mit dem Coronavirus wohl ein überfälliges Verschärfen der Maßnahmen. Allerdings bleibt dieses Vorgehen der Gesundheitspolitik nicht ohne Auswirkungen, gerade auf uns Apothekerinnen und Apotheker.

In meinen Gesprächen mit Kolleginnen und Kollegen in den letzten Tagen zieht sich eine Wahrnehmung durch: Der Ansturm auf unsere Betriebe ist wegen der Testungen immens und dabei zeigt sich, dass der Ton auf Kundenseite immer rauer wird. Die Menschen treten im besten Fall unangenehm fordernd auf, im schlimmsten Fall werden sie aggressiv. Was sich wiederum auf die Stimmung in der Apotheke selbst auswirkt – verständlicherweise, wenn man während der ohnehin stressigen Arbeit mit einem rüpelhaften Ton konfrontiert ist.

Mag. Jürgen Rehak, Präsident des Österreichischen Apothekerverbandes

Auch wenn es im Moment schwierig ist: Wir sollten uns von derartigen Vorkommnissen nicht hinunterziehen lassen. Besprechen Sie mit Ihrem Team, was an der Tara vorfällt, fragen Sie nach, wie Sie unterstützen können, und versuchen Sie, die entstehende Frustration aufzufangen. Die Mehrheit unserer Kunden schätzt unsere Arbeit nämlich nach wie vor. Und gerade für diese Menschen sollten wir wie bisher professionell, empathisch und serviceorientiert da sein. Es heißt also wieder einmal: durchhalten und zusammenstehen.

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