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Achtung, Medikationsfehler!

Fallstricke beim Austausch flüssiger wirkstoffgleicher Arzneimittel

Apotheker, der in der Hand eine Medizinflasche hält

Beim Umgang mit Flüssigmedikamenten, die in verschiedenen Wirkstoffkonzentrationen und Applikationsformen im Handel sind, ist besondere Aufmerksamkeit geboten. Denn sonst kann es im Zuge eines Produktwechsels schnell zur Über- oder Unterdosierung kommen. Für Patienten hat dies möglicherweise gravierende gesundheitliche Konsequenzen.

Verordnete Medikamente müssen in der Apotheke hin und wieder durch ein wirkstoffgleiches Arzneimittel ersetzt werden – etwa aufgrund von Lieferengpässen. Auch in Pflegeeinrichtungen und Kliniken kommt es oft zur Substitution, wenn statt der vom Niedergelassenen verordneten Medikamente Arzneimittel der Hausliste ausgegeben werden müssen.

Gerade bei flüssigen Zubereitungen führen diese Tauschmanöver nicht selten zu Medikationsfehlern, schreiben Natalie Parrau von der Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK) und Kollegen. Dosierungsfehler sind beispielsweise auf unterschiedliche Wirkstoffkonzentrationen, Dosiervorrichtungen (Tropfmonturen, Pumpsysteme) oder Applikationshilfen (Dosierspritze, Pipette) zurückzuführen. Vor allem im Zusammenhang mit Kindern und älteren Patienten werden den in Deutschland zuständigen Stellen (BfArM, Paul-Ehrlich-Institut, AMK, Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft) häufig Anwendungsfehler mit flüssigen Zubereitungen gemeldet.

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