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Die Medikamentenallergie: schwierige Diagnose

Unerwünschte Reaktionen auf Medikamente sind zwar ein häufiges Problem, echte Medikamentenallergien sind dagegen deutlich seltener. Ihre genaue Prävalenz ist nicht bekannt. In der Regel sind Medikamentenallergien zu selten, um in klinischen Studienprogrammen vor der Zulassung erfasst zu werden. 

 Abbildung 1 Toxisch epidermale Nekrolyse auf Vemurafenib bei einem Patienten mit metastasierendem Melanom
Abbildung 1 Toxisch epidermale Nekrolyse auf Vemurafenib bei einem Patienten mit metastasierendem Melanom

Arzneimittel weisen pharmakologische, immunologische oder metabolische Wirkungen auf. Nicht selten treten aber nicht die beabsichtigten Wirkungen, sondern unerwünschte und bedrohliche Reaktionen auf. Diese können verschiedene Krankheitsbilder imitieren. Die meisten unerwünschten Arzneimittelwirkungen können bei Kenntnis des pharmakologischen Profils und bei Berücksichtigung möglicher Interaktionen mit anderen Medikamenten vorhergesehen werden. In der Nomenklatur von Rawlin und Thompson werden diese als Typ-AReaktion bezeichnet und sind für ca. 80 Prozent der unerwünschten Arzneimittelwirkungen verantwortlich.

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