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Wirksam, aber unterschätzt?

Oxymetazolin zählt zu den bewährtesten und am besten untersuchten Wirkstoffen aus der Klasse der Alpha-Sympathomimetika. Neben seiner schnellen Wirkung zeichnet es sich vor allem durch seine antiinflammatorischen und antiviralen Eigenschaften aus.

Oxymetazolin, ein Imidazolderivat der Klasse der Alpha-Sympathomimetika, ist seit Jahren ein bewährter Wirkstoff. In Studien konnte gezeigt werden, dass Oxymetazolin nicht nur eine antiinflammatorische und antivirale Wirkung aufweist, sondern dass seine Wirkung bei einer Konzentration von 0,05 Prozent innerhalb von 25 Sekunden einsetzt, es über eine Wirkdauer von bis zu zwölf Stunden verfügt sowie eine Rhinitis um zwei Tage verkürzen kann.1,2,3 Das bedeutet nicht nur den schnellsten Wirkeintritt, sondern auch die längste Wirkungsdauer – verglichen mit anderen Substanzen aus der Klasse der Imidazoline.4

Um die optimale Wirkung zu erzielen, ist eine möglichst frühzeitige Anwendung abschwellender Substanzen wichtig, da so die Durchgängigkeit der Nasenwege und sinunasalen Wege gesichert und anaeroben Bakterien die Vermehrung erschwert wird.4

Thema Konservierungsmittel

Ein Vorteil von Oxymetazolin ist, dass der Wirkstoff in der Konzentration von 0,01 Prozent ohne Konservierungsmittel bereits für Babys ab der ersten Lebenswoche zugelassen ist. Um die Sicherheit und Verträglichkeit der Anwendung, besonders bei Kindern, zu erhöhen, empfiehlt es sich, auf konservierungmittelfreie Präparate zurückzugreifen.4

So gibt es Hinweise darauf, dass sich der „Rebound-Effekt“, also das erneute Anschwellen der Nasenschleimhaut nach dem Absetzen des Alpha-Sympathomimetikums vermeiden lässt. Dieser, auch als „Rhinitis medicamentosa“ bezeichnete, Effekt wurde vor allem bei der Langzeitanwendung über einige Wochen beobachtet.4

Ein weiterer Vorteil der Anwendung konservierungsmittelfreier Präparate ist die bessere Verträglichkeit. In einer Studie zeigte sich, dass bei der Anwendung von Xylometazolin mit Konservierungsmittel die Zilien der Nasenschleimhaut erheblich beeinträchtigt werden, während sich Oxymetazolin mit Konservierungsmittel etwas weniger schädlich auswirkt. Oxymetazolin ohne Konservierungsmittel wirkt sich hingegen kaum auf die gemessene Aktivität der Zilien aus – nach der Anwendung sind noch über 90 Prozent der Zilien funktionstüchtig.5

Effekt von Alpha-Sympathomimetika auf die Nasenschleimhaut

In einer klinischen Analyse zeigte sich zudem, dass die Irritationen der Nasenschleimhaut vom Wirkstoff abhängig sind. Auch die Anwendung von Oxymetazolin ohne Konservierungsmittel stellt sich im Vergleich als verträglichste Variante dar, gefolgt von Oxymetazolin mit Konservierungsmittel und Xylometazolin mit Konservierungsmittel. Die subjektive Beurteilung ist bei Ärzten und Patienten sehr ähnlich.6

Faktor Beratung

Aufgrund ihrer besseren Verträglichkeit und Dosierbarkeit sollten konservierungsmittelfreie Sprays die bevorzugte Darreichungsform sein. Bei der Beratung an der Tara ist es daher wichtig, die Kunden darauf hinzuweisen, dass zugunsten der besseren Verträglichkeit auch ein erhöhtes Hygienebewusstsein vorhanden sein muss. So sollte ein Spray immer nur von einer Person verwendet werden, um Kreuzkontaminationen zu vermeiden.

Die richtige Anwendung von Nasensprays

  • Spray ist besser als Nasentropfen (einfachere Dosierbarkeit, geringere Gefahr der Überdosierung).
  • Die richtige Position ist entscheidend: Bei falscher Position bei Verwendung des Sprays/der Tropfen rinnt die Lösung über den Nasenboden in den Rachen und kann dort verschluckt werden
    (Gefahr systemischer Wirkungen und Nebenwirkungen).
  • Die Anwendung sollte folgendermaßen erfolgen:
    • Tropfen: per Überkopfanwendung, „Mekkaposition“ oder seitlich liegend.
    • Spray: Nasenspray Richtung Auge postitionieren, rechte Hand in linkes Nasenloch, linke Hand in rechtes Nasenloch.

Weitere Informationen

Experten-Anleitung zur richtigen Anwendung mit PD Dr. Wolfgang Luxenberger, Facharzt für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde

Zum Interview

Quellen
  1. Beck-Speier I et al., Human Neutrophils. J Pharmacol 2009; 110: 276–294;
  2. Koelsch S et al., Arzneimittel-Forschung (DrugResearch) 2007; 57(7): 475–482;
  3. Reinecke et al., MMW Fortschr Med. 2005;
  4. Ärztemagazin AdBoard, „Oxymetazolin bei Rhinitis“, Sonderausgabe Februar 2018;
  5. adaptiert nach Deitmer T et al., Rhinology 1993 Dec; 31(4): 151–3;
  6. adaptiert nach Dorn et al., HNO 2003; * KM = Konservierungsmittel.

Mit freundlicher Unterstützung von Procter & Gamble Austria, Zweigniederlassung der Procter & Gamble GmbH, Guglgasse 7–9, A-1030 Wien

AUT-NAS-1812-0223; 12/18

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