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Viele Jubiläen und ein Umbau

Mag. Wolfgang Fischill leitet eine team santé-Apotheke der ersten Stunde und hat große Pläne für 2019. (Pharmaceutical Tribune 16/18)

Mag. Wolfgang Fischill (re.) stehen demnächst einige Jubiläen und eine Erweiterung der Offizin ins Haus.

Da, wo die Wiener Bevölkerung am buntesten und jüngsten ist, in Wien-Fünfhaus, liegt die team santé Germania Apotheke. 2017 wurde der gegenüber der U3-Station Johnstraße gelegene Betrieb hundert Jahre alt. Nächstes Jahr geht es für den Besitzer in fünfter Generation, Mag. Wolfgang Fischill, und seine 32 Mitarbeiter munter weiter mit den Jubiläen. Die Apotheke wird sich dann 80 Jahre im Familienbesitz befinden. Gleichzeitig wird Wolfgang Fischill zehn Jahre Apothekenleitung und die erste Dekade team santé feiern: An der Gründung dieses einzigen österreichischen Franchising-Systems für Apotheken war er gemeinsam mit seinem Bruder Georg, Apotheker in Wiener Neudorf sowie Geschäftsführer der familieneigenen Pharmaproduktionsfirma und Gehaltskassenobmann, wesentlich beteiligt.

Bis zu den Feierlichkeiten steht allerdings noch einiges auf Fischills To-do-Liste: „Wenn alles nach Plan genehmigt wird, vergrößern wir die Offizin von derzeit 40 auf 120 Quadratmeter.“ Dazu wird sich die Apotheke auf ein weiteres Stockwerk ausbreiten. Ein stark vergrößertes Kosmetikangebot steht ebenso auf dem Plan wie der Einbau eines Arzneimittelautomaten.

Ein Ticket ziehen

Beibehalten wird das Nummernsystem, das Fischill in einer Apotheke im 23. Bezirk entdeckt hat. „Es hat sich bestens bewährt: So können wir vermeiden, dass sich alles zusammendrängt.“ Und da die Kunden die rechteckige Offizin von der Breitseite betreten, hat es sich früher schnell einmal gestaut. „Außerdem fallen allfällige Streitereien durch Vordrängen weg.“ Kollegen, die ein ähnliches System erwägen, rät Fischill allerdings, „sich genau zu überlegen, wie man das Ziehen eines Tickets bei der Einführung am besten kommuniziert“. Er selbst habe zur Aufklärung der Kunden wochenlang ein Studententeam engagiert. „Great place to work 2018“ liest man auf einem Aufkleber an der Tara.

Dabei handelt es sich um eine Auszeichnung auf Basis anonymer Mitarbeiterbefragungen: In 63 geschlossenen Fragen wurde das Betriebsklima mithilfe von Indikatoren wie Fairness, Respekt, Teamgeist, Glaubwürdigkeit, Vertrauen und Stolz auf den Arbeitsplatz ermittelt. „Zusätzlich muss der Arbeitgeber darstellen, wie er seine Mitarbeiter fördert, den Teamgedanken und die Corporate Identity mit Leben erfüllt.“ Die Auszeichnung gilt für die Germania Apotheke ebenso wie für die zehn anderen team santé-Apotheken. „Zunächst haben wir uns so etwas nicht wirklich vor stellen können“, erinnert sich Fischill an die Vorgeschichte von team santé. Klar war nur so viel: Ab 1999 wollte man sich fit für die Zukunft und die für Apotheken härter werdenden Bedingungen machen. Zuerst wurde ein Netzwerk gebildet, das an einem Projekt der Universität St. Gallen teilnahm. Als das Konzessionärssystem generell politisch infrage gestellt wurde, entwickelte sich schließlich team santé daraus.

„Es handelt sich nicht etwa um Filialsystem“, betont Fischill. „Uns war ganz wichtig, dass jede Apotheke ihre Eigenständigkeit behält.“ Die einzelnen Konzessionäre sollten einerseits für ihre Kerntätigkeit freigeschaufelt und andererseits Synergieeffekte genützt werden. Die bestehen etwa in einem zentral gesteuerten Marketing und Controlling sowie passgenauen Mitarbeiterschulungen. Deren Effekt wird durch gegenseitiges Mystery Shopping laufend überprüft.

APO-Steckbrief:

  • team sante Germania Apotheke, Hutteldorfer Strase 76, 1150 Wien
  • www.germania-apotheke.at
  • Spezialisierungen: Kosmetik, Homoopathie, Raucherentwohnung
  • Spezialitaten: Hauseigene NEMs
  • Services: Jahreskarte, Medikationsmanagement, Videoberatung auf der Website

APOPRIVAT
Mag. Wolfgang Fischill

Work-Life Ich fahre so viel wie möglich Rad – meistens auch in meine Apotheke. Vom Wohnsitz Kalksburg bis in die Germania Apotheke bin ich etwa eine halbe Stunde unterwegs. Mit dem Auto dauert es übrigens genauso lange. Ich fahre allerdings sehr schnell, etwa 30 km/h. Daher radle ich lieber auf Nebenstraßen als auf dem Radweg.
Humor In der warmen Jahreszeit schicken regelmäßig Eltern ihre Kinder vorbei, damit wir ihnen die Zecken entfernen. Und Zecken gibt es in dieser Gegend erstaunlich viele. Wir erfüllen den Wunsch gerne und haben die Utensilien dafür immer griffbereit. Aber wir schmunzeln doch über diese nicht ganz typische Aufgabenstellung für einen Pharmazeuten. .
Erfolg
„….wenn ich in einem Jahr in einer komplett umgebauten Apotheke sitze“, lautet derzeit meine erste Assoziation dazu.

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