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Oh je, Schuppen!

Mikroskopische Aufnahme von Pityriasis simplex capillitii

Wenn sich die Kopfhaut schuppt, heißt es, genauer hinsehen, so Dermo-Kosmetik-Spezialistin Azra Bisanovic. (Pharmaceutical Tribune 18-19/19)

Schuppen entstehen infolge der Hauterneuerung. Die Zellen wandern innerhalb von vier Wochen durch die verschiedenen Hautschichten nach außen, sterben ab und werden abgestoßen. Das nimmt man meist nicht wahr – außer die Schuppen treten in einer großen Zahl etwa ab 500 Hautzellen auf. Schuppen können erblich bedingt sein, durch Stress, falsche Ernährung oder unterschiedlich starke Talgproduktion entstehen. Pflegefehler wie häufiges Haarewaschen mit aggressiven Shampoos oder zu heißes Föhnen führen mitunter zu schuppender Kopfhaut. Auch Hautkrankheiten wie Kopfhaut-Psoriasis, Neurodermitis und andere können Ursachen sein.

Trockene oder fettige Schuppen

Zu trockenen Schuppen kommt es, wenn die Kopfhaut austrocknet – etwa durch die Anwendung von alkoholischen Lösungen durch Heizungsluft im Winter oder starke Hitze im Sommer. Fettige Schuppen hingegen entstehen durch eine vermehrte Talgproduktion infolge von chronischer Belastung oder Stress. Ein Auslöser kann auch der Hefepilz Malassezia furfur sein. Dabei bleiben die Hornzellen durch den vermehrten Talg an der Kopfhaut „kleben“ und verklumpen, statt wie normalerweise unmerklich jeden Tag abzuschilfern. Die fettigen sind größer als die trockenen Schuppen, außerdem gelb und ölig. Hilfe bei Schuppen bieten spezielle Shampoos. Oft reichen schon einige Anwendungen, um einen besseren Kopfhautzustand zu bewirken. Sollte dies nicht der Fall sein oder das Problem wiederkehren und obendrein Juckreiz, Rötung und/oder Brennen, Verkrusten oder Haarausfall eintreten, heißt es, einen Dermatologen aufsuchen.

Was macht der Arzt

Der Arzt kann die Ursache für das vermehrte Auftreten von Schuppen meistens rasch feststellen. Ist die Kopfhaut entzündet, dann sollte eruiert werden, um welchen Erreger es sich handelt, um eine zielgenaue Therapie zu starten.

Redaktion: Dr. Marion Breiter-O’Donovan

Tipps & Infos

  • Jugendliche leiden durch Hormonschwankungen oft unter fettiger Kopfhaut mit gelben, festsitzenden Schuppen. Trockene Schuppen kommen in den Wechseljahren vor.
  • Vorbeugung: Stress und Rauchen vermeiden, ausreichend schlafen.
  • Alkohol, Weizenmehl, Zucker, fette Speisen und Kaffee streichen. Diese fördern die Ernährung von Mikroorganismen auf der Haut.
  • Shampoos mit antimykotischen Wirkstoffen bzw. Zinkpyruvidon- Zusatz können helfen.
  • Anti-Schuppen-Shampoos höchstens einen Monat anwenden, sie können das Gleichgewicht der Kopfhaut stören.
  • Bei entzündlichen Veränderungen werden cortisonhaltige Lösungen oder Öl-Zubereitungen angewandt.
  • Auf Föhnen verzichten oder Haare mit niedriger Temperatur trocknen.
  • Von innen können die „Hautvitamine“ Vitamin A, Vitamin E und Biotin einen Beitrag leisten.

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