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MM-Kompakt: Genau schauen bei Cumarin-Therapie

Herr O. ist ein „Marcoumar®-Patient“. Hier ist Aufmerksamkeit gefordert, denn das Interaktionspotenzial der Vitamin-K-Antagonisten ist beträchtlich, auch in der Selbstmedikation.

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Herr O. kommt in die Apotheke

Herr O., 75 Jahre, kommt mit geschwollener Wange in die Apotheke und erzählt, dass bei ihm soeben eine Zahnextraktion durchgeführt wurde. Er legt ein Rezept von der Zahnärztin vor, dieses lautet auf:

Augmentin® (Amoxicillin/Clavulansäure) 625 mg 3 x 1 für 7 Tage

Herr O. lässt sich die Einnahme erklären und fragt dann noch nach einem Schmerzmittel, da die Wirkung der lokalanästhetischen Spritze bereits nachlässt. Er erwähnt, dass er früher bei Rückenschmerzen des Öfteren Ibuprofen genommen habe und ihm dieses immer gut geholfen hat.

Sie fragen nach, welche Dauermedikation der Kunde hat. Daraufhin zeigt er folgende Medikationsliste:

Candesartan/HCT Tbl. 16 mg/12,5 mg   1-0-0

Candesartan Tbl. 16 mg                          0-0-1

Sedacoron® Tbl. 200 mg                        0-1-0

Marcoumar® Tbl.                              laut Pass

Im Marcoumar®-Pass für Patienten unter Antikoagulanzien-Therapie ist die nächste Gerinnungskontrolle beim Hausarzt bereits für den nächsten Tag eingetragen.

  • Welche Probleme könnten mit der antibiotischen Therapie entstehen?
  • Wie ist bezüglich der Abgabe eines Schmerzmittels vorzugehen?

Hinweis: Die im MM-Fall genannten Fertigarzneimittel hat das MM-Lecture-Board beispielhaft und wertfrei für die enthaltenen Wirkstoffe bzw. -kombinationen ausgewählt . Die genannten Produkte stehen damit für alle vergleichbaren Präparate.

Lerntext & Auflösung

Herr O. ist ein „Marcoumar®-Patient“. Hier ist Aufmerksamkeit gefordert, denn das Interaktionspotenzial der Vitamin-K-Antagonisten ist beträchtlich, auch in der Selbstmedikation. (Pharmaceutical Tribune 11/2018) 

1. MM-Check für Herrn O.

Der Interaktionscheck von Augmentin® mit der Dauermedikation weist auf eine potenzielle Wechselwirkung von Augmentin®(Amoxicillin/Clavulansäure) mit Marcoumar®(Phenprocoumon) hin: Laut Fachinfomation von Marcoumar® kann das Antibiotikum die antikoagulatorische Wirkung von Phenprocoumon potenzieren und so zu einer unerwünschten Erhöhung des INR-Werts führen. Die Gefahr unerwünschter Blutungen kann unter dieser Kombination auf das Doppelte ansteigen.

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