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MM-Kompakt: Machen da die Nieren mit?

Die betagte Dame hat eine umfangreiche Dauermedikation. Akut kommen noch NSAR dazu. Da heißt es bezüglich der Nierenfunktion aufpassen.

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Was ist bei Frau D. passiert?

Frau D., 81 Jahre, 47 kg, 165 cm, leidet unter Hypertonie, Hyperlipidämie, einer koronaren Herzerkrankung und Schlafstörungen.

Ihre Dauermedikation:

Furosemid 40 mg                1-0-0
Ramipril 5 mg                     1-0-0
Thrombo® ASS 100 mg      0-1-0
Atorvastatin 40 mg             0-0-1
Nomexor® 5 mg                 0-0-1
Amlodipin 10 mg               0-0-1/2
Pantoprazol 40 mg            1-0-0
Tramadol ret. 150 mg        1-0-1
Paroxetin 20 mg                1-0-1⁄2

In der letzten Zeit sind starke Kreuzschmerzen dazugekommen, gegen diese hat ihr Mann ihr ein freiverkäufliches Ibuprofen-Präparat (400 mg, 3 x täglich) aus der Apotheke geholt. Da damit jedoch keine ausreichende Schmerzlinderung möglich war, hat Frau D. sich von ihrer Nachbarin Voltaren® 100 mg ret. ausgeborgt und dieses zusätzlich 2 x täglich eingenommen. Als sie zu Hause stürzt, ruft ihr Mann die Rettung. Im Spital stellt man pathologische Nierenwerte fest:

  • Der Kreatininwert liegt bei 1,9 (Normwert bei Frauen wäre 0,5–1 mg/dl).
  • Die eGFR liegt bei 26 ml/min (dies entspricht dem KDOQI Stadium IV, schwerer Funktionsverlust der Nieren).

Wie kann sich die zusätzliche Einnahme von NSAR zur Dauermedikation im Fall von Frau D. ausgewirkt haben? Und welche Abänderungen bei der Zusammenstellung und Dosierung der Dauermedikamente wären unter Umständen sinnvoll?

Hinweis: Die im MM-Fall genannten Fertigarzneimittel hat das MM-Lecture-Board beispielhaft und wertfrei für die enthaltenen Wirkstoffe bzw. -kombinationen ausgewählt .
Die genannten Produkte stehen damit für alle vergleichbaren Präparate.

Lerntext & Auflösung

Die betagte Dame hat eine umfangreiche Dauermedikation. Akut kommen noch NSAR dazu. Da heißt es bezüglich der Nierenfunktion aufpassen. (Pharmaceutical Tribune 07/2018)

1. MM-Check für Frau D.

Durch das hohe Alter von Frau D. ist anzunehmen, dass bereits eine eingeschränkte Nierenfunktion bestand. Die zusätzliche Einnahme von NSAR vermindert die Produktion vasodilatierender Prostaglandine, die für die Aufrechterhaltung der Nierendurchblutung notwendig sind, und senkt damit die glomeruläre Filtration.

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