Home / Lernwelt / Apothekerfortbildung / MM-Kompakt / MM-Kompakt: DOAK: So fördern Sie die Adhärenz!

MM-Kompakt: DOAK: So fördern Sie die Adhärenz!

Die „Marcoumar-Patientin“ Frau M. wurde auf ein direktes orales Antikoagulantium umgestellt. Dazu hat sie noch einige Fragen – der richtige Anlass für einen MM-Check.

Login

Frau T., 65 Jahre, leidet unter Vorhofflimmern und wurde vor zwei Monaten von ihrem Internisten von Marcoumar®-Tabletten auf Xarelto® 20 mg FTBL umgestellt. Heute kommt sie wieder in die Apotheke, um ein weiteres Rezept dafür einzulösen.

Auf die Frage, wie sie mit dem neuen Medikament zurechtkommt, erzählt sie, dass sie sehr zufrieden damit sei. Schließlich spare sie eine Menge Zeit, da die lästigen Laborkontrollen entfielen. Sie wäre auch peinlich genau mit der Einnahme. Da sie sehr leicht auf ihre Medikamente vergisst, nimmt sie das Xarelto® gleich nach dem Auf-
wachen, noch vor der morgendlichen Runde mit ihrem Hund und vor dem Frühstück. Nur an den Tagen, an denen sie ihre lästigen Rückenschmerzen wieder plagen, lässt sie es hin und wieder aus und nimmt stattdessen ihr Voltaren® ret. 100 mg ein. Schließlich ist sie sich ja bewusst, dass sie Xarelto® nicht mit Voltaren® kombinieren darf, „weil sonst das Blut zu dünn wird“.

Gerne möchte sie aber wissen, ob sie sonst noch auf irgendetwas aufpassen muss. Eine Nachbarin hätte ihr gesagt, große Mengen Spinat, Kohl und Salat seien bei Xarelto® Einnahme verboten.

• Wie beraten Sie Frau T.?
• Welche Beratungspunkte sind der Medikation mit einem DOAK besonders wichtig?

Hinweis: Die im MM-Fall genannten Fertigarzneimittel hat das MM-Lecture-Board beispielhaft und wertfrei für die enthaltenen Wirkstoffe bzw. -kombinationen ausgewählt. Die genannten Produkte stehen damit für alle vergleichbaren Präparate.

Lerntext & Auflösung

Die „Marcoumar-Patientin“ Frau M. wurde auf ein direktes orales Antikoagulantium umgestellt. Dazu hat sie noch einige Fragen – der richtige Anlass für einen MM-Check. (Pharmaceutical Tribune 18/2018)

1. MM-Check für Frau T.

Bei der gleichzeitigen Behandlung mit einem direkten oralen Antiko­agulantium (DOAK; Synonym: NOAK = neue orale Antikoagulanzien oder Non-Vitamin-K orale Anti­koagulanzien) wie z.B. dem Faktor Xa-Inhibitor Xarelto® (Rivaroxaban) und einem nicht-steroidalen Anti-
­­r­heumatikum (NSAR) wie Voltaren® (Diclofenac) ist eine erhöhte Blutungsneigung nicht auszuschließen – eine Wechselwirkung, auf die die Kundin offensichtlich bereits hingewiesen wurde. Da NSAR eine blutgerinnungshemmende Wirkung
haben und somit das Risiko für gas­trointestinale Blutungen steigern, ist ein additiver Effekt im Sinne einer verstärkten pharmakodynamischen Wirkung möglich.

So profitieren Sie von Pharmaceutical-Tribune.at

  • Apothekerfortbildung & MM-Kurse
  • Beratungshilfe für Ihren Arbeitsalltag
  • Aktuelle Fachartikel, State-of-the-Art-Beiträge, Experteninterviews

Melden Sie sich jetzt an & bleiben Sie top-informiert!

LOGIN

Login

Passwort vergessen?