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Im Dienste des Patienten

Die Agenda des Jahres 2019 ist spannend: Die Umsetzung der Fälschungsrichtlinie im Februar wird dazu beitragen, dass die Lieferkette noch besser gegen Arzneimittelfälschungen abgeschirmt ist, als sie es schon bisher war. Dem gegenüber steht der bedauerliche Ausstieg Großbritanniens aus der EU. Der Austritt bedeutet für die politischen Entscheider, so zu handeln, dass auch nach dem Brexit eine lückenlose Versorgung mit Arzneimitteln gewährleistet sein muss.

Spätestens jetzt ist klar: Europa steht in Konkurrenz zu anderen Regionen. Daher muss der Kontinent als Produktions- und auch als Forschungsstandort attraktiv werden und bleiben. Untrennbar damit verbunden ist der solide Schutz des geistigen Eigentums, weil er den wichtigsten Anreiz für Investitionen in Forschung und Entwicklung darstellt.

Je schwächer der Patentschutz ist, desto gefährdeter ist die hohe Innovationskraft bei jenen Unternehmen, die in die Arzneimittelentwicklung investieren. Arzneimittelinnovationen haben einen umfassenden, positiven Nutzen, der bei Erstattungsfragen in die ökonomische Bewertung in Betracht gezogen werden muss. Denn Arzneimittel helfen dem Patienten, entlasten das Gesundheitssystem und stiften volkswirtschaftlichen Nutzen. Eine Debatte über den Wert und nicht immer nur die Kosten wäre daher fair. Ein Beispiel hierfür ist die Situation der innovativen Onkologika im kostenintensiven Spitalsbereich. Für die Betroffenen sind neue Therapien von unschätzbarem Wert, weil sie früh Zugang zu Medikamenten mit neuesten Wirkstoffen haben und ihre Überlebensrate somit weiter steigt. Das Wohl des Patienten muss somit bei der öffentlichen Finanzierung berücksichtigt werden.

Die pharmazeutische Industrie erfüllt ihren gesetzlichen Versorgungsauftrag gewissenhaft. Doch wenn immer günstigere Arzneimittel gefordert werden, wird es nicht leichter, den Markt zu bedienen. Gesundheitsministerin Beate Hartinger-Klein geht mit der Sozialversicherungsreform einen ersten Schritt zu einer notwendigen Systemumgestaltung. Das Jahr 2019 wird zeigen, wie sich diese Maßnahmen auf das Gesundheitssystem auswirken werden. Für die pharmazeutische Industrie zählt jedenfalls, dass der Patient weiterhin im Mittelpunkt aller Zukunftsentscheidungen steht.

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