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Antibiotikum auf Ackerunkraut

Forscher der ETH Zürich entdeckten auf der Blattoberfläche der Acker-Schmalwand neuartige antibiotisch wirksame chemische Substanzen. (Pharmaceutical Tribune 20/18)

Viele der heute verwendeten Antibiotika wurden auf der Basis von Naturstoffen entdeckt, die Bakterien produzieren, um andere Bakterien abzuwehren. Gesucht und gefunden hat man diese Stoffe vor allem im Boden. Julia Vorholt und Jörn Piel (ETH Zürich) haben sich nun einem ganz anderen Ökosystem zugewandt, der Blattoberfläche von Pflanzen. Im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms „Antimikrobielle Resistenz“ untersuchten sie Bakterienstämme von der Blattoberfläche der Acker-Schmalwand (Arabidopsis thaliana). Der nährstoffarme Mikrokosmos, die Phyllosphäre, führt zu großem Konkurrenzdruck. Daher produzieren dort lebende Bakterien unterschiedliche Stoffe, mit denen sie ihren Lebensraum verteidigen. Die beiden Forscher untersuchten mehr als 200 Bakterienstämme. Sie fanden 725 antibiotische Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Stämmen, die dazu führen, dass sich bestimmte Bakterien nicht mehr vermehren.

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