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Phytogramm

Matcha in aller Munde!

Grüner Tee (Theae viridis folium) gibt nicht nur neuen Schwung, sondern hat auch positiven Einfluss auf die Gesundheit.

Voll im Trend sind Smoothies, Latte und sogar Eis mit dem Japanischen Energy-Kick Matcha. Das gesunde grüne Pulver gibt’s mittlerweile auch in Bioqualität und im Kilopack. Matcha ist im besten Fall das edelste, fein vermahlene Produkt der ersten Ernte japanischer Teeproduzenten und wurde seit jeher für die traditionellen Teezeremonien verwendet. Die Stammpflanze Camellia sinensis L. ist dieselbe wie für herkömmlichen Schwarztee. Beim Grünen Tee werden durch kurzes Erhitzen der Teeblätter nach der Ernte die für die Fermentation verantwortlichen Enzyme (Phenyloxidasen) deaktiviert und die Blätter rasch getrocknet.

Inhaltsstoffe: Grüner Tee ist ein wertvolles Genussmittel zur Erhaltung der Gesundheit. Verantwortlich dafür ist vor allem der hohe Gehalt an Polyphenolen, die antioxidative Eigenschaften aufweisen.(1) Durch Inaktivierung reaktiver Stoffwechselprodukte werden Zellschädigung und karzinogene Zellproliferation reduziert. Proteolytische Enzyme werden gehemmt, was einer Metastasierung entgegenwirkt. (2) Die Polyphenolfraktion besteht aus bis zu 90 verschiedenen Einzelkomponenten. Den Hauptanteil bilden Catechine, Epicatechine und ihre Gallate. Als Hauptkomponente gilt (-)-Epigallocatechin-3-O-gallat (EGCG), dessen Konzentration heute in Präparaten Hinweis auf die Qualität des verwendeten Extraktes gibt. Mit dem Alter und der Fermentierung zu Schwarzem Tee nimmt der Gehalt ab, da es zur spontanen Bildung polymerer Verbindungen (z.B. Theaflavine) kommt, die Gerbstoffcharakter besitzen. Weitere Inhaltsstoffe sind Flavonolglykoside von Quercetin, Kämpferol und Myricetin, die Phenolcarbonsäure  Chlorogensäure und Triterpensaponine. Der Koffeingehalt liegt mit rund 2,2 Prozent niedriger als beim Schwarzen Tee. Erwähnenswert ist auch der hohe Fluoridgehalt mit bis zu 260 mg/kg.

Forschung: Von besonderem Interesse sind Untersuchungen über Grünen Tee und seine Polyphenolextrakte zur Prophylaxe bestimmter Erkrankungen. Im Vordergrund stehen die „Zivilisationskrankheiten“. Die chemoprotektive Wirkung des Grünen Tees kann Schutz vor kardiovaskulären Erkrankungen bieten und den LDL-Serumcholesterinspiegel etwas senken. Das Schlaganfallrisiko wird reduziert, allerdings muss der Konsum von dauerhaft dreimal täglich einer Tasse Tee gegeben sein. Neuere pharmakologische Studien befassen
sich mit der Bioverfügbarkeit der Polyphenole und stellen die Dosierung von Grüntee und seinen Zubereitungen zur Debatte.
Insgesamt kann Grüner Tee als gesundheitsförderndes Getränk und seine Extrakte als Nahrungsergänzungsmittel empfohlen werden. Präparate sind in guter Qualität am Markt  erhältlich. Für Kinder sind sie aufgrund des Koffeingehalts nicht geeignet, Teezubereitungen werden von ihnen aufgrund des bitteren Geschmacks meist sowieso abgelehnt. Für die
Großen gilt: Gesunderhaltung mit einem vernünftigen Lebensstil und einem Tässchen Grüntee heiß oder auf Eis ist nie verkehrt.

Steckbrief

Familie:

Theaceae

Stammpflanze:

Camellia sinensis (L.) O. KUNTZE

Sorten:

japanisch: Sencha, Gyokuro; chinesisch: Gunpowder

Monographien:

Status Lebensmittel lt. HMPC

Verwendete Pflanzenteile:

Zweigspitzenblätter getrocknet

Anwendungsgebiete:

Ermüdungserscheinungen, Schwächezustände, Migräne, stimulierendes Genussmittel

Zubereitung:

Teeaufgüsse mit 70 °C temperiertem Wasser, um die temperaturempfindlichen Polyphenole zu erhalten

Produktbeispiele

  • Dr. Kottas Grüntee (Blattdroge, Sorte Bancha)
  • Sencha Sonnentor® (Blattdroge)
  • Sidroga® Bio Matcha Tee Sticks (Pulverdroge)
  • Pure encapsulations® Grüner Tee Extraktkapseln (70 mg Epigallocatechingallat EGCG/Kaps.)
  • Gall Pharma Grüntee Extrakt Kapseln (100 mg ECGC/Kaps.)
  • Dr. Loges catechin-Loges® Extraktkapseln (150 mg ECGC/Kaps.)
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