Home / Politik / Von 40 auf 15: Apothekerverband will Wiener Nachtapotheken reduzieren.

|

Von 40 auf 15: Apothekerverband will Wiener Nachtapotheken reduzieren.

„Wir bekennen uns zur flächendeckenden Versorgung, aber derzeit wird der Apotheken-Notdienst zu einem Late-Night-Shopping missbraucht“, sagte Jürgen Rehak, Präsident des Österreichischen Apothekerverbandes, bei einer Pressekonferenz am Donnerstag, 28.Februar.
 Der Apothekerverband beklagt hohe Kosten und eine sinkende Gewinnspanne. Um zu sparen schlägt Rehak eine Reduzierung der Wiener Nachtapotheken im Bereitschaftsdienst nach 22 Uhr von 40 Apotheken auf 15 vor. 
Als Grund für die hohen Kostet ortet der Verbandschef, die kontinuierliche Reduzierung der Krankenkassenspanne in den letzten Jahren. Von jedem umgesetzten Euro bleiben nur mehr 14,54 Cent. Das sei ein historischer Tiefstand. „Wir können das alleine nicht mehr stemmen. Wir erwarten uns konkrete Unterstützung durch die öffentliche Hand“, so Rehak weiter. 
Die heimischen Apotheken haben im Vorjahr rund 3,8 Milliarden Euro Umsatz gemacht, davon 2,9 Milliarden Euro mit Krankenkassenprodukten (plus 2,9 Prozent) und 877 Millionen Euro mit rezeptfreien Medikamenten (OTC) (plus 2,7 Prozent). Stark steigende Ausgaben hätten aber die Gewinnspanne verringert, beklagte der Apothekerverband.
Die Kosten für Personal, Mieten und technische Ausstattungen der Apotheken seien überproportional gestiegen. So seien durch die Einführung der E-Medikation erhebliche Investitionen in die Softwaresysteme der Apotheken geflossen. Auch die kürzlich gestartete Umsetzung der Arzneimittel-Fälschungsrichtlinie sei mit einem erheblichen Mehraufwand verbunden, so die Interessensvertretung. Für die Zukunft erwarte man zudem weitere Belastungen im Zuge des E-Rezeptes Anfang 2020 und die gesetzlich verordnete „Preisbremse“ bei Generika.

LOGIN

Login

Passwort vergessen?